Vesperkirche – offen für alle

Zusammen mit Pfarrer Ralf Brennecke hat die Konfirmandengruppe aus Vogt die Vesperkirche besucht.

Sozialminister Manne Lucha (Bündnis90/Die Grünen) hat in der Vesperkirche Kaffee ausgeschenkt.

Sozialminister Manne Lucha (Bündnis90/Die Grünen) im Gespräch mit Dekan Dr. Friedrich Langsam, Pfarrer Gottfried Heinzmann, Vorstandsmitglied der Zieglerschen und Friedemann Manz, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Ravensburg (von links).

Gerd Gunßer, Leiter der Diakonischen Bezirksstelle in Ravensburg, freut sich, dass auch die Gockeler Wurst bei der Vesperkirche verkauft wird - ein Diakonie-Projekt gegen das Schreddern von männlichen Küken.

Jeder Gast wird begrüßt und verabschiedet.

Blick in die Vesperkirche um die Mittagszeit.

Auch die Kasse muss gut verwaltet werden.

© Barbara Waldvogel

Apfelsaft oder Mineralwasser gibt es zum Mittagessen.

Auch die Konfirmandengruppe von Pfarrer Ralf Brennecke aus Vogt hat die Vesperkirche besucht,  und nach dem Mittagessen erzählte Diakon Gerd Gunßer, Mitglied des Organisationsteams, Wissenswertes über die Einrichtung, die gemeinsam getragen wird vom Diakonischen Werk Ravensburg, von der  Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Ravensburg und der Johannes-Ziegler-Stiftung der Zieglerschen in Wilhelmsdorf. Obwohl in diesem Jahr die Stadtkirche teilweise Baustelle ist, haben es die Verantwortlichen geschafft,  den Innenraum der Kirchen zur gastlichen Herberge herzurichten.

Insgesamt 400 Ehrenamtliche sind im Einsatz, um den Betrieb am Laufen zu halten. Das Aufgabengebiet ist groß: Da sind die Damen und Herren, die die Besucher freundlich in  Empfang nehmen, da gibt es den verantwortungsvollen Posten an der Kasse und hinter der Theke muss man Ruhe bewahren können, wenn um die Mittagszeit die Schlange der Wartenden groß ist. Die Servicekräfte sorgen dafür, dass das Geschirr immer abgeräumt wird, und wer einen aufmerksamen, zugewandten Gesprächspartner sucht, wird diesen finden. Außerdem konnte auch in diesem Jahr wieder ein beachtliches Kulturangebot im Abendprogramm auf Spendenbasis realisiert werden. Vieles läuft zudem hinter den Kulissen, was die Gäste nicht wahrnehmen können.  Aber was sie bemerken, ist eine freundliche, gelassene und aufmerksame Gemeinschaft, in der jeder willkommen ist. An manchen Tagen gesellt sich auch Politprominenz unter die Mitarbeitenden.

Zur Halbzeit konnten die drei Organisatoren Gerd Gunßer, Friedemann Manz, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Ravensburg, und Harald Dubyk von den Zieglerschen über 80 000 Euro an Spenden verbuchen. Und sie sind zuversichtlich, dass sie die benötigten 120 000 Euro an Spendengeldern auch zusammenbekommen, wenn am Sonntag, 12. Februar, die Vesperkirche ihre Pforten wieder schließt.  

Die  Schirmherrschaft über die Vesperkirche Ravensburg hat Landesbischof Frank Otfried July übernommen. „Ich finde es wichtig, dass es einen Ort gibt, wo alle Menschen sich willkommen fühlen“, betont July. Das Schwerpunktthema der Ravensburger Vesperkirche 2017 ist „Freiheit durch Entschuldung“. Laut Statistischem Bundesamt sind in Deutschland über 16 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, nicht selten ganze  Familien mit ihren Kindern.  

Wer die Vesperkirche Ravensburg unterstützen möchte kann dies unter folgender Bankverbindung tun: Evangelische Bank eG, IBAN DE26 5206 0410 0000 5554 44, Stichwort Vesperkirche 2017. Mehr Informationen unter www.vesperkirche-ravensburg.de.