Schuldekan und Jugendwerk berichten

Das ejw-Team war bei der Bezirkssynode präsent.

Schuldekan Frank Eberhardt erläuterte in seinem Bericht die Lage des Religionsunterrichts im Bezirk. Neben einem Ausblick auf die Entwicklung der verschiedenen Schularten und die Verteilung der Unterrichtsstunden auf kirchliche und staatliche Lehrkräfte, hatte er eine besonders erfreuliche Nachricht dabei: Die Personaldecke ist so gut, dass fast an allen Schulen evangelischer Religionsunterricht erteilt werden kann. Als Gründe dafür nannte er: die steigende Zahl der Lehrkräfte;  die größere Bereitschaft, Lehrkräfte mit einem kleinen Deputat an andere Schulen abzugeben; aber auch die zurückgehenden Schülerzahlen. Seit der Jahrtausendwende sinkt die Zahl evangelischer Schüler im Religionsunterricht. Allerdings steigt der Anteil der nichtgetauften Kinder, wie Eberhardt erklärte. Um die Bedeutung des Religions- und des Ethikunterrichts für die kindliche Entwicklung zu unterstreichen -letzterer muss erst ab Klasse 8 erteilt werden, wodurch viele Kinder deshalb bis zu diesem Zeitpunkt ohne diese Wertevermittlung bleiben - zitierte Eberhardt aus einem Brief einer Lehrerin aus einem anderen Kirchenbezirk an das Kultusministerium. Danach besuchten in ihrer Klasse 8 von 26 Kindern noch vier den evangelischen Unterricht und acht den katholischen. „Unter diesem Gesichtspunkt ist es absolut untragbar, dass Schülerinnen und Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, von Klasse 1 bis zum  Beginn der Klasse 8 (also in ganz wichtigen Jahren für die Ausprägung des Wertebewusstseins) keinen Ethikunterricht erhalten“, heißt es in diesem Brief.

Weniger Kinder im Religionsunterricht, das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite eröffnen sich an den Schulen neue Chancen der kirchlichen Jugendarbeit im Rahmen der Ganztagesangebote. Wie so etwas funktionieren kann, berichtete  Raphael Seidlitz, Jugendreferent der Gesamtkirchengemeinde Friedrichshafen und des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM). So erreicht er mit seinen Angeboten wie  Street Workout – einem niederschwelligen Fitnessprogramm im Freien nach dem Unterricht – oder dem CVJM-Lunch in der Mittagspause mehrmals in der Woche rund 60 Teenager. Dann gibt es auch noch das Angebot „Different Culture“, im Rahmen dessen er mit einer Person aus einem anderen Kulturkreis die Schule besucht und diese dann über sich und ihren Hintergrund berichtet.
Auch wenn sich Gottesdienstbesuchern oft der Verdacht aufdrängt, Kirche sei vornehmlich eine Veranstaltung von Grauhaarigen, so konnte man bei dieser Synode einen anderen Eindruck gewinnen. Denn in Sachen Jugendarbeit läuft einiges im Kirchenbezirk. So präsentierte sich das ejw den Delegierten mit seinem jungen, flotten Mitarbeiterteam und stellte die Hauptaktivitäten wie Konficamp, Zeltlager, Wald- und Bibelwoche,  Jugendgottesdienste, Mitarbeiter-Schulungen, Band-Arbeit  sowie Ostergarten vor. In diesem Jahr lädt das ejw bis 27. März in Wangen zu diesem Erleben der Passionsgeschichte ein, wobei Anmeldungen erforderlich sind. Und nicht zu vergessen: Auch die Posaunenchorarbeit zählt zum Jugendwerk.
Anmeldungen Ostergarten: 0176-37064964.
Zum vollständigen Bericht des Schuldekans.

Weitere Themen und Termine:
Vom Besuch einer achtköpfigen Delegation bei der Partnergemeinde in Limbe/Kamerun berichtete Pfarrer Volker Kühn. Derzeit wird dort das Projekt Grundschule in Tiko unterstützt. Jetzt soll ein Zaun gebaut werden, um das große Gelände zu sichern. Außerdem sind Schulpatenschaften geplant. (Bericht Siehe Info aktuell).

Auf eine Handy-Sammelaktion machte Eva Militz aufmerksam, Pfarrer Ralf Brennecke lud ein zum Vortrag „Der Libanon – Schmelztigel des Nahen Osten“ von Uwe Gräbe, EMS-Stuttgart am 7. April, 19.30 Uhr, Vogt, Evangelisches Pfarrhaus.

Pfarrerin Friederike  Hönig erinnerte an den Beteiligungsprozess Kirche 2030. Bei Feedbackrunden in Ravensburg, 13. April, Lukas-Gemeindezentrum, in Friedrichshafen, 20. April, Paul-Gerhard-Gemeindehaus und Wangen, Gemeindehaus, jeweils 19 Uhr, sollen die Ergebnisse der ersten Runde vorgestellt und gewichtet werden.

Prädikantendienst

Von links: Günter Weber, Obmann der Prädikanten im KiBezirk RV, Heike Nowigk, Peter Felkendorff, Codekan Dr. Gottfried Claß, Mathias Moser und Susanne Jähnsch-Herter.

Bevor es an die thematische Arbeit im Ravensburger Matthäus-Gemeindehaus ging, versammelten sich die rund 100 Delegierten in der Stadtkirche zum Gottesdienst mit Abendmahl, gehalten von Dekan Dr. Friedrich Langsam und Codekan Dr. Gottfried Claß. Dabei wurden auch die Prädikanten Susanne Jähnsch-Herter  und Heike Nowigk für weitere sechs Jahre auf den Predigtdienst verpflichtet. Prädikant Mathias Moser  erhielt die Ermächtigung zur Leitung von Sakramentsgottesdiensten, und Peter Felkendorff (dritter von links) wurde verabschiedet. Der ehemalige Lehrer war nach seiner Pensionierung zwölf Jahre lang in den Gemeinden des Bezirks sonntags auf der Kanzel zu finden. Für das ehrenamtliche Engagement wurde ihm auch vom Obmann der Prädikanten, Günter Weber, herzlich gedankt.

Gratulation zum Geburtstag

Die Gratulanten von links: Schuldekan Frank Eberhardt und Pfarrer Volker Kühn. Rechts neben Dekan Dr. Langsam Codekan Dr. Gottfried Claß und Kurt König, Vorsitzender der Bezirkssynode.

Dekan Dr. Langsam feierte seinen 60. Geburtstag. Als Geschenk von der Pfarrerschaft und Mitarbeitern gab es eine „Denkschrift" mit zahlreichen Beiträgen.