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Angenommen

Das Gottesdienstteam von rechs: David Scherger (ejw), Pfarrer Georg Maile, Reverend Martin Ngnoubamdjum, Dekanin Elisabeth Hege, Pfarrer Eberhard Seyboldt, Brunhilde Raiser (ejw), Pfarrerin Gertrud Hornung und Marcia Palma (GAW, Chile).

Das Gottesdienstteam von rechs: David Scherger (ejw), Pfarrer Georg Maile, Reverend Martin Ngnoubamdjum, Dekanin Elisabeth Hege, Pfarrer Eberhard Seyboldt, Brunhilde Raiser (ejw), Pfarrerin Gertrud Hornung und Marcia Palma (GAW, Chile).

Das Gottesdienstteam von rechs: David Scherger (ejw), Pfarrer Georg Maile, Reverend Martin Ngnoubamdjum, Dekanin Elisabeth Hege, Pfarrer Eberhard Seyboldt, Brunhilde Raiser (ejw), Pfarrerin Gertrud Hornung und Marcia Palma (GAW, Chile).

In ihrer Predigt stellte Dekanin Hege das Wort „angenommen“ in den Mittelpunkt und zeigte an drei persönlichen Beispielen die Bedeutung von Anerkennung und Respekt im Alltag. Da begegnen ihr Pflegekräfte im Seniorenheim, die in privaten Begegnungen nichts über ihren Beruf berichten wollen, weil sie sofort mit Vorurteilen überschüttet werden.
In einem Vorstellungsgespräch einer Frau mittleren Alters klingt an, dass sie nichts so sehr fürchtet wie die Ausgrenzung. Offensichtlich hat sie schon Mobbing erlebt.
Und dann war da dieses erschütternde Erlebnis, dass sich ein Iraner vor der Tübinger Stiftskirche verbrannte. Zehn Jahre lang wartete er auf seine Anerkennung. In dieser Zeit durfte er nie einer geregelten Arbeit nachgehen und war auch immer von seiner Familie getrennt. Als die Anerkennung kam, war es für ihn zu spät.
„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat.“ Eindringlich erinnerte die Dekanin an dieses Pauluswort auch im Zusammenhang mit den Flüchtlingen, die derzeit nach Deutschland kommen. „Da hat sich schon viel gewandelt“, sagte sie. Sie sprach sich allerdings mit Nachdruck dafür  aus, dass sie schneller Arbeit finden müssten. Denn durch eine Beschäftigung fühlten sie sich auch geachtet.
Nach dem Gottesdienst sorgte der Gospelchor für eine stimmungsvolle Matinée und lud mit bekannten Melodien zum Mitsingen und Mitswingen ein.
Fleißige Hände hatten derweil das Mittagessen in der Scheune und das Kuchenbüfett im Bistro aufgebaut. Verschiedene Stände informierten über zahlreiche Aktivitäten, diakonische Einrichtungen sowie die  Arbeit des Gustav-Adolf-Werkes, dem auch das Opfer des Tages zugutekam. Und Themen, die beim Gottesdienst anklangen, wurden bei den Workshops am Nachmittag vertieft. So legte Landesbischof i. R. Dr. Gerhard Maier in guter Tradition die Jahreslosung aus. Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes Asyl vom Landratsamt Biberach berichteten von ihrer Tätigkeit und gaben auch praktische Tipps für die Arbeit vor Ort. So zum Beispiel über die Möglichkeit, Flüchtlinge über Ein-Euro-Jobs in den Berufsalltag in Deutschland zu integrieren. Aber auch Gesprächskreise zu Themen wie  Behinderung, Homosexualität, Demenz oder Arbeit mit jungen Gefangenen und viele kreative und sportliche Angebote für Alt und Jung standen auf dem Programm.  Damit ist der Oberschwabentag weit mehr als ein großes Familientreffen – da weht ein Hauch von Kirchentag über das große Gelände.

Zum Pressebericht der Schwäbischen Zeitung


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