Tagebuch der Kamerun-Reise 2015-2016

Kamerunsonntag in Friedrichshafen

Direktpartnerschaft tut unserer Kirche gut

Delegation des Kirchenbezirks in Kamerun 2009

Seit 1999 pflegt der Kirchenbezirk Ravensburg eine Direktpartnerschaften zum Kirchenbezirk Fako South der Presbyterianischen Kirche in Kamerun.

Wir tun dies, weil wir Menschen in Übersee von Angesicht zu Angesicht „auf Augenhöhe“ begegnen wollen.

Partnerschaft bedeutet, interkulturell voneinander zu lernen. Dies geschieht vor allem durch regelmäßige gegenseitige Besuche. Jeder der Partner kommt von einer Reise nach Kamerun oder nach Deutschland verändert zurück. Wir z.B. gewinnen einen neuen Blick im Bezug auf Spiritualität, Menschenrechte, Aids und Geschlechtergerechtigkeit.

Partnerschaft bedeutet, ökumenisch Lebens- und Glaubenserfahrungen zu teilen.

Das gemeinsame Essen einheimischer Speisen ist ebenso wichtig wie die gemeinsame gottesdienstliche Feier, das Beten und das Teilen der Bibel.

Partnerschaft bedeutet Freundschaft, die weit über das Persönliche hinausgeht und Auswirkungen hat. Die Erfahrungen fließen auf verschiedenen Ebenen des Kirchenbezirks ein: in der regelmäßigen Arbeit des Kamerunausschusses, bei den Berichten vor der Bezirkssynode und in den Pfarrerdienstbesprechungen, beim Kameruntag des Kirchenbezirks und beim Kamerunsonntag am jeweiligen 2. Advent. Die individuellen und interkulturellen Lernerfahrungen derjenigen, die in den Partnerkirchenbezirk reisen oder aktiv im Kamerunausschuss mitarbeiten haben Auswirkungen auf die Gemeinden unseres Kirchenbezirkes.

Im Kamerun-Partnerschaftsausschuss gibt es seit Juni 2015 einen Wechsel: Pfarrer Siegfried Kleih, Leutkirch, hat den Vorsitz abgegeben. Neu gewählt wurde Pfarrer Volker Kühn, Ailingen. Er wird in der Sitzungsleitung unterstützt von Marianne Klett, Ravensburg und beim Kontakt nach Limbe von Pfarrer Hannes Bauer, Friedrichshafen. Pfarrer Kleih steht dem Ausschuss als Mitglied weiterhin unterstützend und beratend zur Seite. 

 

 

 

Lernort Ökumene

Fazit: Unsere ökumenische Direktpartnerschaft ist eine wichtige Aufgabe in und für unsere Kirchen in Deutschland und in Kamerun. Die Partnerschaft ist nicht Luxus, den wir uns in den gegenwärtigen Zeiten geringer werdender Ressourcen nicht mehr leisten könnten, sie ist vielmehr ein unverzichtbarer Lernort der Ökumene in unserer „einen Welt“. Sie gibt der Ökumene überhaupt erst ein Gesicht.

 

Pfarrer Hannes Bauer