Neuer Verwaltungsstellenleiter eingesetzt

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Am Reich Gottes mit zu bauen, das sei die Aufgabe aller im kirchlichen Dienst, also auch des Verwaltungsstellenleiters, betonte Oberkirchenrat Duncker und gab Schulz den Rat mit auf dem Weg: „Fragen Sie nach den Bedürfnissen der Menschen“. Danach stellte sich der 39-Jährige selbst vor. 1989 war er mit seinen Eltern und drei Geschwistern aus Kasachstan nach Münsingen übergesiedelt. 1999 ging er für acht Jahre zur Bundeswehr und danach besuchte er die Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg. 2010 trat er als Diplomverwaltungswirt in den kirchlichen Dienst ein. Zunächst in der Verwaltungsstelle Reutlingen, dann ging es für zweieinhalb Jahre nach Jerusalem als Verwaltungsleiter der EKD, wo er deren drei Stiftungen und die Deutsche Gemeinde im Heiligen Land betreute. 2015 kehrte er nach Württemberg zurück und wurde Kirchenpfleger in Backnang.

In seiner Predigt aus dem Galaterbrief erinnerte Dekan Langsam an die Mahnung des Apostels Paulus: „Einer trage des Anderen Last“, und er fügte hinzu, man solle auch jenen mit sanftmütigem Geist helfen, der eine Verfehlung begangen habe. Denn was den Christen geschenkt sei, müsse auch sichtbar gelebt werden. Streitsucht, Eitelkeit, Missgunst oder Neid passten nicht zu einem geistlichen Menschen. Heutzutage werde die Gesellschaft aber genau von diesen Haltungen herausgefordert – nicht nur in Dresden oder Chemnitz. Die Ordnung aufrecht zu erhalten sei zwar die Aufgabe der Polizei – genau nach Luthers Zwei-Reiche-Lehre. Aber das neue Gesetz von der Liebe zeige Christen den Weg. „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“, sagte Langsam und ergänzte: „Wir wissen, welche Saat aufgeht, wenn Hass geerntet wird.“

Nach seiner Amtsverpflichtung erhielt Schulz viele gute Wünsche für seine neue Aufgabe, und Dagmar Neuburger, Vorsitzende des Gesamtkirchengemeinderats Ravensburg, dankte auch allen, die die lange Zeit der Vakatur mitgetragen hatten. Anschließend wurde zu Stehempfang und regem Austausch geladen.