Herbstsynode 2019 in Kressbronn

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Nach der mit Applaus bedachten Andacht von Pfarrer Friedemann Glaser, Kisslegg, über die Bandini-Pietà von Michelangelo in Florenz, eröffnete der 1. Vorsitzende, Kurt König, die Sitzung. Einen großen Raum nahm dabei die Vorstellung des neuen Kirchensteuerzuweisungsmodells ein. Es war ein langer Weg und ein großes Stück Arbeit, bis dieses nun von der Bezirkssynode verabschiedet wurde. . Dekan Dr. Friedrich Langsam bedankte sich dann auch herzlich bei der Arbeitsgruppe mit Kurt König, Waldemar Schulz, Bezirksrechner; Volker Kühn, Pfarrer in Ailingen und Dirk Holst, Kirchen- und Hospitalpfleger in Isny. Sie hatten sich immer wieder zusammengesetzt, um eine möglichst gerechte Verteilung der Gelder zu erreichen. Nachdem bei der Frühjahrssitzung das vorgelegte Modell nicht angenommen wurde und mehr Berücksichtigung der Gemeindegliederzahl gefordert wurde, legte die Arbeitsgruppe nun einen entsprechend abgeänderten Vorschlag vor, bei dem 60 Prozent der zugeteilten Gelder aufgabenbezogene Zuweisungen sind, 40 Prozent orientieren sich  an der Gemeindegliederzahl . (Siehe Anlage Top 3.3).

Zu den aufgabenbezogenen Zuweisungen gehören u.a. Personalkosten, laufende Gebäudeunterhaltung sowie Zuweisungen zur Bildung der Substanzerhaltungsrücklagen. Zudem ist ein Betrag in Höhe von 350.000 € jährlich für die Kindergartenarbeit in den Kirchengemeinden bewilligt. An der Gemeindegliederzahl orientieren sich u.a. die Zuweisungen für die Gebäudebewirtschaftung und für sachliche Verwaltungs- und Betriebskosten. Insgesamt zählte der Kirchenbezirk Ravensburg Ende 2018 exakt 58 232 Mitglieder. Das sind 671 weniger als im Jahr zuvor. Damit alle, vor allem auch kleinere Kirchengemeinden eine verlässliche Finanzbasis haben, wurde ein einmaliger solidarischer Ausgleichsbetrag errechnet. Dieser Ausgleichbetrag wurde zunächst kontrovers diskutiert, das gesamte Zuweisungssystem dann aber mit großer Mehrheit verabschiedet.
Ab 2020 werden also Kirchensteuermittel an die Kirchengemeinden auf der nach dem neuen Zuweisungssystem ermittelten Grundlage zugewiesen. Dieses Modell wird evaluiert und nach 5 Jahren überprüft. Außerdem wurde in der neuen Bezirkssatzung die Einrichtung eines Härtefonds festgeschrieben, dem erübrigte Kirchensteuermittel zugeführt werden. Dieser Härtefonds springt ein bei unvorhergesehenen Ereignissen in einer Kirchengemeinde, die deren finanzielle Möglichkeiten übersteigen. Zudem werden zukünftig 2,5 Prozent der gesamten Kirchensteuerzuweisung an den Kirchenbezirk für Investitionen der Kirchengemeinden zugewiesen.

 

Haus der Evangelischen Kirche: Dekan Dr. Langsam informierte über die Bauarbeiten am „Haus der Evangelischen Kirche“ in der Ravensburger Weinbergstraße. So wurde am 21. November 2019 Richtfest gefeiert, und Ende 2020 sollen die verschiedenen Dienststellen dort einziehen können. Bei den Baukosten gibt es keine Überraschungen. Sie liegen im Plan. Nicht eingeplante Mehrkosten verursachte jedoch die Möblierung, da die bislang in den verschiedenen Dienststellen benutzen Schreibtische und Schränke nicht in die neuen Räume hineinpassen. Auch die zusätzliche Entscheidung für den Einbau einer Photovoltaik-Anlage schlug  zu Buche. Gesamtkosten bislang: 4 259 594 Euro.

Diakonie: Vor über zehn Jahren wurden die verschiedenen Dienststellen in der Diakonie des Kirchenbezirks zum „Diakonischen Werk Ravensburg“ zusammengeführt. Mit diesem Namen sind wesentliche Arbeitsschwerpunkte verbunden. Über die Jahre kam es aber immer wieder zu unklaren Situationen, die vor allem die Zuständigkeit für den Bodenseekreis betreffen. Wer nur mit der Bezeichnung „Ravensburg“ auftrete, müsse immer erklären, dass er auch für den Bodenseekreis zuständig sei, erklärte Geschäftsführer Ralf Brennecke. Bei verschiedenen Zuschussgebern (vor allem deutschlandweit) passierte es immer wieder, dass Mittel nicht überwiesen wurden mit der Begründung: „Es wurde doch bereits an „Ravensburg“ ausbezahlt.“ Aber das Geld ging in diesem Falle eben an die Caritas und nicht an die „Psychosoziale Beratungsstelle der Diakonie im Bodenseekreis. Auch aufgrund der möglichen Verwechslung der Diakonischen Bezirksstelle mit dem Diakonischen Werk Ravensburg und weiteren Gründen wurde nun der Beschluss gefasst, das Diakonische Werk in Ravensburg zukünftig „Diakonie Oberschwaben. Allgäu. Bodensee“ zu nennen. Es wird dann auch die E-Mail-Adresse geändert.

Bezirksarbeitskreis Frauen (BAF): Beate Stein erinnerte an die bevorstehenden Wahlen im Frühjahr. Entsprechende Formblätter sind bereits an die Kirchengemeinden gegangen.

Kamerun-Partnerschaft: Pfarrer Volker Kühn berichtete über die Situation in Kamerun, wo seit den Auseinandersetzungen im anglophonen Teil über 1800 Todesopfer und 530 000 Vertriebene  gefordert hat. Allerdings kommen jetzt wieder eher positive Nachrichten. So war die  Grundschule in Tiko, die vom Kirchenbezirk durch freiwillige Spenden immer wieder unterstützt wird, während der Krise nie ganz geschlossen und jetzt besuchen wieder über 200 Kinder die Einrichtung. Vorbereitet wird derzeit ein Besuch einer Delegation aus Kamerun.

Vorsitz: In seiner Abschlussrede erinnerte König noch einmal an die zu Ende gehende Legislaturperiode, gekennzeichnet unter anderem Entscheidungen zum Pfarrplan, Bau des Hauses der Evangelischen Kirche, Haushaltsdebatten, Religionsunterricht, Prädikantenvorstellungen und -verabschiedungen. Und schließlich versicherte er, dass er auch in der nächsten Legislaturperiode für dieses Amt zur Verfügung stehen werde.

TOP 3.1.2.Hochrechnung des Verteilbeitrags

TOP 3.1.3 Gemeindegliederzahl 2018

TOP 3.3  Neues Kirchensteuerzuweisungsmodell

TOP 3.3. Berechnungen der Zuweisungen

TOP 3.4 Anlage zur Bezirkssatzung 2019 Kirchensteuerpauschalierung

TOP3.4 Bezirkssatzung

TOP 3.5 Verteilung der Kirchensteuerzuweisung für 2020

TOP 4.1 Haus der Evangelischen Kirche

TOP 4.2. Finanzierungsplan

TOP 5.1 Diakonie Name Diakonisches Werk Ravensburg

TOP 5.2 Organigramm Diakonie